Security Operations & Angriffserkennung# EDREndpoint Detection and Response
Security-Begriff EDR überwacht Endgeräte fortlaufend, zeichnet sicherheitsrelevante Aktivitäten auf und erkennt auffälliges Verhalten. Bei einem Vorfall können Analysten Prozesse untersuchen, Geräte isolieren oder schädliche Aktivitäten stoppen.
PraxisErgänzt klassischen Virenschutz um Telemetrie, Analyse und Reaktionsmöglichkeiten.
Typische ISO-ZuordnungA.8.1 BenutzerendgeräteA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung# XDRExtended Detection and Response
Security-Begriff XDR führt Sicherheitsdaten aus Endpoints, Identitäten, E-Mail, Netzwerk und Cloud zusammen. Zusammenhängende Signale werden zu einem Vorfall korreliert, damit Angriffsketten schneller erkannt und bearbeitet werden können.
PraxisSchafft eine gemeinsame Sicht über mehrere Sicherheitsdomänen hinweg.
Typische ISO-ZuordnungA.8.15 ProtokollierungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.26 Reaktion auf Informationssicherheitsvorfälle
Security Operations & Angriffserkennung# EPPEndpoint Protection Platform
Security-Begriff Eine EPP schützt Endgeräte präventiv, etwa durch Anti-Malware, Exploit-Schutz, Gerätekontrolle und lokale Firewall-Funktionen. Im Unterschied zu EDR liegt der Schwerpunkt stärker auf dem Verhindern bekannter und verdächtiger Aktivitäten.
PraxisEPP verhindert, EDR erkennt und untersucht – moderne Plattformen kombinieren häufig beides.
Typische ISO-ZuordnungA.8.1 BenutzerendgeräteA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.9 Konfigurationsmanagement
Security Operations & Angriffserkennung# SIEMSecurity Information and Event Management
Security-Begriff Ein SIEM sammelt und normalisiert Protokolldaten aus vielen Systemen. Regeln, Korrelationen und Analysen erkennen verdächtige Ereignisse und unterstützen Alarmierung, Untersuchung, Reporting und Nachweisführung.
PraxisZentrale Datengrundlage für Security Monitoring und viele SOC-Prozesse.
Typische ISO-ZuordnungA.8.15 ProtokollierungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.25 Bewertung von Informationssicherheitsereignissen
Security Operations & Angriffserkennung# SOARSecurity Orchestration, Automation and Response
Security-Begriff SOAR verbindet Sicherheitswerkzeuge und automatisiert wiederkehrende Abläufe mit Playbooks. Dazu gehören etwa das Anreichern eines Alarms, das Sperren eines Kontos, das Isolieren eines Endgeräts oder das Erstellen eines Tickets.
PraxisBeschleunigt standardisierte Reaktionen, ohne die Verantwortung der Analysten zu ersetzen.
Typische ISO-ZuordnungA.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung# SOCSecurity Operations Center
Security-Begriff Ein SOC ist die organisatorische und technische Funktion zur kontinuierlichen Überwachung, Erkennung, Analyse und Koordination von Sicherheitsvorfällen. Es kann intern, extern oder als hybrides Modell betrieben werden.
PraxisEin SOC ist ein Betriebsmodell aus Menschen, Prozessen und Technik – nicht nur ein Tool.
Typische ISO-ZuordnungA.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.25 Bewertung von InformationssicherheitsereignissenA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung# IDSIntrusion Detection System
Security-Begriff Ein IDS untersucht Netzwerkverkehr oder Host-Aktivitäten auf bekannte Angriffsmuster und Anomalien. Es meldet verdächtige Aktivitäten, greift in der Regel aber nicht selbst blockierend in die Verbindung ein.
PraxisErkennt und alarmiert; ein IPS kann zusätzlich aktiv blockieren.
Typische ISO-ZuordnungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.15 Protokollierung
Security Operations & Angriffserkennung# IPSIntrusion Prevention System
Security-Begriff Ein IPS analysiert Datenverkehr inline und kann erkannte Angriffe automatisch blockieren, Pakete verwerfen oder Verbindungen beenden. Fehlalarme und Regelqualität müssen deshalb besonders sorgfältig gesteuert werden.
PraxisErkennt und verhindert Angriffe direkt im Datenpfad.
Typische ISO-ZuordnungA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von NetzwerkdienstenA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung# UEBAUser and Entity Behavior Analytics
Security-Begriff UEBA analysiert das Verhalten von Benutzern, Konten, Geräten und anderen Entitäten. Abweichungen von einem erlernten oder definierten Normalverhalten können auf kompromittierte Konten, Insider-Risiken oder missbräuchliche Nutzung hinweisen.
PraxisHilft, auffälliges Verhalten zu erkennen, das einzelne Signaturen nicht abdecken.
Typische ISO-ZuordnungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.18 ZugriffsrechteA.8.15 Protokollierung
Security Operations & Angriffserkennung# CSIRTComputer Security Incident Response Team
Security-Begriff Ein CSIRT ist ein spezialisiertes Team zur koordinierten Behandlung von Cybersecurity-Vorfällen. Es übernimmt Triage, Analyse, Eindämmung, Kommunikation und die Abstimmung mit internen oder externen Stellen.
PraxisSetzt den Incident-Response-Prozess operativ um und koordiniert den Ernstfall.
Typische ISO-ZuordnungA.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.27 Lernen aus Informationssicherheitsvorfällen
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# WAFWeb Application Firewall
Security-Begriff Eine WAF prüft HTTP- und HTTPS-Anfragen an Webanwendungen. Sie kann typische Angriffe wie SQL Injection oder Cross-Site Scripting erkennen und blockieren, ersetzt aber keine sichere Softwareentwicklung.
PraxisSchützt Webanwendungen auf Anwendungsebene und kann Zeit bis zur Fehlerbehebung überbrücken.
Typische ISO-ZuordnungA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.26 AnwendungssicherheitsanforderungenA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# CASBCloud Access Security Broker
Security-Begriff Ein CASB schafft Transparenz und setzt Sicherheitsrichtlinien bei der Nutzung von Cloud-Diensten durch. Typische Funktionen sind Shadow-IT-Erkennung, Zugriffskontrolle, Data Loss Prevention und die Bewertung riskanter Aktivitäten.
PraxisKontrollpunkt zwischen Nutzern, Geräten und Cloud-Anwendungen – inline oder per API.
Typische ISO-ZuordnungA.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.12 Verhinderung von DatenabflussA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# NGFWNext-Generation Firewall
Security-Begriff Eine NGFW erweitert klassische Firewall-Regeln um Anwendungs- und Benutzererkennung, Intrusion Prevention, URL-Filterung sowie häufig Malware- oder TLS-Analyse.
PraxisKontrolliert Verbindungen kontextbezogener als reine Port- und IP-Regeln.
Typische ISO-ZuordnungA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von NetzwerkdienstenA.8.23 Webfilterung
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# NACNetwork Access Control
Security-Begriff NAC prüft Benutzer und Geräte, bevor sie Zugang zu einem Netzwerk erhalten. Identität, Gerätezustand und Richtlinienkonformität bestimmen, ob ein Zugriff erlaubt, eingeschränkt oder blockiert wird.
PraxisVerhindert, dass unbekannte oder nicht konforme Geräte unkontrolliert ins Netzwerk gelangen.
Typische ISO-ZuordnungA.5.15 ZugriffskontrolleA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.22 Trennung von Netzwerken
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# ZTNAZero Trust Network Access
Security-Begriff ZTNA gewährt Zugriff auf einzelne Anwendungen statt pauschal auf ein ganzes Netzwerk. Jede Anfrage wird anhand von Identität, Gerät, Kontext und Richtlinie bewertet; Vertrauen wird nicht allein aus dem Netzwerkstandort abgeleitet.
PraxisReduziert implizites Vertrauen und erschwert laterale Bewegungen.
Typische ISO-ZuordnungA.5.15 ZugriffskontrolleA.5.18 ZugriffsrechteA.8.20 Netzwerksicherheit
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# SASESecure Access Service Edge
Security-Begriff SASE verbindet Netzwerkfunktionen und cloudbasierte Sicherheitsdienste, etwa SD-WAN, Secure Web Gateway, CASB, Firewall-as-a-Service und ZTNA, in einem gemeinsamen Architekturmodell.
PraxisZielt auf konsistente Sicherheitsrichtlinien für Standorte, Cloud und mobiles Arbeiten.
Typische ISO-ZuordnungA.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von Netzwerkdiensten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# DLPData Loss Prevention
Security-Begriff DLP bezeichnet Prozesse und Technologien, die sensible Informationen erkennen und unzulässige Übertragung, Freigabe oder Speicherung verhindern. Kontrollen können an Endpoints, in E-Mail, Netzwerk und Cloud greifen.
PraxisWirksamkeit hängt von Datenklassifizierung, Regeln und sorgfältiger Behandlung von Fehlalarmen ab.
Typische ISO-ZuordnungA.8.12 Verhinderung von DatenabflussA.5.12 Klassifizierung von InformationenA.5.14 Informationsübertragung
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# CSPMCloud Security Posture Management
Security-Begriff CSPM prüft Cloud-Konfigurationen kontinuierlich auf Fehlkonfigurationen, Richtlinienverstöße und Abweichungen von Sicherheitsbaselines. Ergebnisse werden priorisiert und häufig mit automatisierten Korrekturen verknüpft.
PraxisSchafft Transparenz über die Sicherheitslage von Cloud-Ressourcen.
Typische ISO-ZuordnungA.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.9 KonfigurationsmanagementA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit# CWPPCloud Workload Protection Platform
Security-Begriff CWPP schützt Cloud-Workloads wie virtuelle Maschinen, Container und Serverless-Funktionen. Die Plattform verbindet typischerweise Schwachstellenprüfung, Laufzeitschutz, Konfigurationskontrolle und Workload-Telemetrie.
PraxisFokussiert den technischen Schutz der Workloads, während CSPM stärker die Cloud-Konfiguration bewertet.
Typische ISO-ZuordnungA.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.8 Management technischer Schwachstellen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# IAMIdentity and Access Management
Security-Begriff IAM umfasst Prozesse und Systeme zur Verwaltung digitaler Identitäten und ihrer Berechtigungen über den gesamten Lebenszyklus – vom Eintritt über Rollenwechsel bis zum Austritt.
PraxisBeantwortet, wer auf was unter welchen Bedingungen zugreifen darf.
Typische ISO-ZuordnungA.5.15 ZugriffskontrolleA.5.16 IdentitätsmanagementA.5.18 Zugriffsrechte
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# MFAMulti-Factor Authentication
Security-Begriff MFA verlangt mindestens zwei unabhängige Faktoren aus den Kategorien Wissen, Besitz und biometrische Merkmale. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dadurch nicht mehr für den Zugriff.
PraxisPhishing-resistente Verfahren wie FIDO2/WebAuthn bieten stärkeren Schutz als SMS-Codes.
Typische ISO-ZuordnungA.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.17 AuthentisierungsinformationenA.5.15 Zugriffskontrolle
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# PAMPrivileged Access Management
Security-Begriff PAM schützt besonders mächtige Konten und Zugriffe. Typische Funktionen sind Passwort-Tresor, zeitlich begrenzte Rechte, Freigabeworkflows, Sitzungsaufzeichnung und Überwachung privilegierter Aktivitäten.
PraxisBegrenzt das Risiko durch Administrator-, Root- und technische Servicekonten.
Typische ISO-ZuordnungA.8.2 Privilegierte ZugriffsrechteA.5.18 ZugriffsrechteA.8.18 Nutzung privilegierter Hilfsprogramme
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# SSOSingle Sign-On
Security-Begriff SSO ermöglicht nach einer zentralen Anmeldung den Zugriff auf mehrere Anwendungen. Es verbessert Bedienbarkeit und zentrale Kontrolle, erhöht aber zugleich die Bedeutung eines gut geschützten Identity Providers.
PraxisMit MFA, Conditional Access und sauberem Session-Management kombinieren.
Typische ISO-ZuordnungA.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.16 IdentitätsmanagementA.5.17 Authentisierungsinformationen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# RBACRole-Based Access Control
Security-Begriff Bei RBAC werden Berechtigungen Rollen statt einzelnen Personen zugeordnet. Benutzer erhalten Rollen entsprechend ihrer Aufgaben, wodurch Rechte konsistenter vergeben und überprüft werden können.
PraxisUnterstützt Least Privilege und reduziert schwer kontrollierbare Einzelberechtigungen.
Typische ISO-ZuordnungA.5.15 ZugriffskontrolleA.5.18 ZugriffsrechteA.8.3 Beschränkung des Informationszugriffs
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# PKIPublic Key Infrastructure
Security-Begriff Eine PKI stellt digitale Zertifikate und Schlüssel für sichere Identitäten, Verschlüsselung und Signaturen bereit. Sie umfasst unter anderem Zertifizierungsstellen, Registrierungsprozesse, Sperrung und Lebenszyklusmanagement.
PraxisVertrauensbasis für TLS, Gerätezertifikate, Signaturen und starke Authentisierung.
Typische ISO-ZuordnungA.8.24 Verwendung von KryptografieA.5.17 AuthentisierungsinformationenA.8.5 Sichere Authentisierung
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# HSMHardware Security Module
Security-Begriff Ein HSM erzeugt, speichert und verwendet kryptografische Schlüssel in besonders geschützter Hardware. Kritische Schlüssel müssen das Modul für kryptografische Operationen nicht im Klartext verlassen.
PraxisSchützt hochwertige Schlüssel, etwa für PKI, Signaturen, Zahlungen oder Datenverschlüsselung.
Typische ISO-ZuordnungA.8.24 Verwendung von KryptografieA.8.9 Konfigurationsmanagement
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# OAuth 2.0Open Authorization
Security-Begriff OAuth 2.0 ist ein Framework für delegierte Autorisierung. Eine Anwendung kann begrenzten Zugriff auf Ressourcen erhalten, ohne dass der Benutzer sein Passwort an diese Anwendung weitergeben muss.
PraxisOAuth regelt Autorisierung; für Anmeldung wird häufig OpenID Connect ergänzt.
Typische ISO-ZuordnungA.5.15 ZugriffskontrolleA.8.5 Sichere AuthentisierungA.8.26 Anwendungssicherheitsanforderungen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie# OIDCOpenID Connect
Security-Begriff OIDC ergänzt OAuth 2.0 um eine standardisierte Identitätsschicht. Anwendungen können Benutzer authentisieren und definierte Identitätsinformationen vom Identity Provider erhalten.
PraxisWeit verbreitetes Verfahren für moderne Web-, Mobile- und Cloud-Anmeldungen.
Typische ISO-ZuordnungA.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.16 IdentitätsmanagementA.8.26 Anwendungssicherheitsanforderungen
Business Continuity & Incident Management# BIABusiness Impact Analysis
Security-Begriff Die BIA untersucht, welche Folgen der Ausfall von Geschäftsprozessen, Informationen und IT-Services hat. Sie identifiziert Kritikalitäten, Abhängigkeiten und zeitliche Wiederherstellungsanforderungen.
PraxisGrundlage für Prioritäten, RTO, RPO und angemessene Notfallvorsorge.
Typische ISO-ZuordnungA.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management# BCPBusiness Continuity Plan
Security-Begriff Ein BCP beschreibt, wie kritische Geschäftsaktivitäten bei einer schwerwiegenden Störung aufrechterhalten oder in akzeptabler Zeit fortgeführt werden. Er umfasst Rollen, Ausweichverfahren, Kommunikation und Abhängigkeiten.
PraxisGeschäftsorientierter Gesamtplan; ein DRP fokussiert stärker die technische Wiederherstellung.
Typische ISO-ZuordnungA.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management# DRPDisaster Recovery Plan
Security-Begriff Ein DRP legt Verfahren zur Wiederherstellung von IT-Systemen, Daten und Infrastruktur nach einem schweren Ausfall fest. Er beschreibt Reihenfolge, Verantwortliche, Abhängigkeiten, Backups, Failover und Rückkehr zum Normalbetrieb.
PraxisTechnischer Wiederanlaufplan, der regelmäßig getestet und aktualisiert werden muss.
Typische ISO-ZuordnungA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.13 Sicherung von InformationenA.8.14 Redundanz von Informationsverarbeitungseinrichtungen
Business Continuity & Incident Management# MTDMaximum Tolerable Downtime
Security-Begriff Die MTD ist die längste Gesamtdauer, die ein Prozess oder Service ausfallen kann, bevor die Folgen für die Organisation nicht mehr akzeptabel sind. Das RTO sollte deshalb innerhalb der MTD liegen.
PraxisWird aus den geschäftlichen Auswirkungen abgeleitet – nicht allein von der IT festgelegt.
Typische ISO-ZuordnungA.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management# IRPIncident Response Plan
Security-Begriff Ein IRP beschreibt Rollen, Eskalationswege, Entscheidungsbefugnisse und Abläufe für Sicherheitsvorfälle. Er deckt Vorbereitung, Erkennung, Analyse, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung und Nachbereitung ab.
PraxisMacht aus spontaner Reaktion einen vorbereiteten, wiederholbaren Prozess.
Typische ISO-ZuordnungA.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.27 Lernen aus Informationssicherheitsvorfällen
Business Continuity & Incident Management# RPORecovery Point Objective
Security-Begriff Das RPO beschreibt den maximal tolerierbaren Datenverlust in Zeit. Ein RPO von vier Stunden bedeutet, dass im Ernstfall höchstens die Änderungen der letzten vier Stunden verloren gehen dürfen.
PraxisBestimmt unter anderem Backup- und Replikationsintervalle.
Typische ISO-ZuordnungA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.13 Sicherung von Informationen
Business Continuity & Incident Management# RTORecovery Time Objective
Security-Begriff Das RTO ist die angestrebte Zeit, innerhalb der ein ausgefallener Prozess oder Service nach einer Störung wiederhergestellt sein soll. Es wird aus der BIA abgeleitet und beeinflusst Architektur, Personal und Kosten.
PraxisEin Zielwert für den Wiederanlauf – nicht automatisch die maximal tolerierbare Ausfallzeit.
Typische ISO-ZuordnungA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.14 Redundanz von Informationsverarbeitungseinrichtungen
Business Continuity & Incident Management# MTTDMean Time to Detect
Security-Begriff MTTD misst die durchschnittliche Zeit zwischen dem Beginn eines sicherheitsrelevanten Ereignisses und seiner Erkennung. Die Kennzahl hilft, die Wirksamkeit von Monitoring und Detection Use Cases zu bewerten.
PraxisNur mit konsistenter Messmethode und Kontext sinnvoll interpretierbar.
Typische ISO-ZuordnungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.25 Bewertung von Informationssicherheitsereignissen
Business Continuity & Incident Management# MTTRMean Time to Respond / Recover
Security-Begriff MTTR misst je nach Definition die durchschnittliche Zeit bis zur Reaktion, Behebung oder Wiederherstellung. Organisationen müssen deshalb eindeutig festlegen, welches Start- und Endereignis sie messen.
PraxisZeigt Geschwindigkeit, sagt allein aber wenig über Qualität und Nachhaltigkeit der Lösung aus.
Typische ISO-ZuordnungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# CVECommon Vulnerabilities and Exposures
Security-Begriff CVE ist ein standardisiertes Verzeichnis öffentlich bekannter Schwachstellen. Eine CVE-ID identifiziert einen konkreten Eintrag eindeutig und erleichtert den Austausch zwischen Herstellern, Scannern, Behörden und Anwendern.
PraxisEine CVE-ID beschreibt die Identität einer Schwachstelle, nicht automatisch deren individuelles Risiko.
Typische ISO-ZuordnungA.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# CVSSCommon Vulnerability Scoring System
Security-Begriff CVSS beschreibt technische Merkmale und Schwere einer Schwachstelle mit einem standardisierten Vektor und einem Wert von 0 bis 10. Aktuelle Bedrohungslage und eigene Umgebung können in die Bewertung einbezogen werden.
PraxisCVSS misst Schwere, nicht allein das Geschäftsrisiko; Asset-Kritikalität und Ausnutzbarkeit ergänzen.
Typische ISO-ZuordnungA.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# KEVKnown Exploited Vulnerabilities
Security-Begriff KEV bezeichnet Schwachstellen, für die eine tatsächliche Ausnutzung bekannt ist. Der von CISA gepflegte KEV-Katalog ist eine wichtige Quelle, um aktiv ausgenutzte Schwachstellen höher zu priorisieren.
PraxisHilft, über reine CVSS-Sortierung hinaus auf reale Angriffsaktivität zu reagieren.
Typische ISO-ZuordnungA.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# SBOMSoftware Bill of Materials
Security-Begriff Eine SBOM ist eine strukturierte Liste der Softwarekomponenten und Abhängigkeiten eines Produkts. Sie erleichtert die Prüfung, ob ein Produkt von einer neu bekannt gewordenen Schwachstelle betroffen ist.
PraxisTransparenzinstrument für Software-Lieferketten und Vulnerability Management.
Typische ISO-ZuordnungA.5.21 Informationssicherheit in der IKT-LieferketteA.8.8 Management technischer SchwachstellenA.8.25 Sicherer Entwicklungslebenszyklus
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# SASTStatic Application Security Testing
Security-Begriff SAST untersucht Quellcode, Bytecode oder Binärdateien ohne Ausführung der Anwendung. Sicherheitsprobleme können dadurch früh im Entwicklungsprozess erkannt werden.
PraxisFindet bestimmte Codefehler früh, benötigt aber Tuning und ergänzt keine Laufzeittests.
Typische ISO-ZuordnungA.8.25 Sicherer EntwicklungslebenszyklusA.8.28 Sichere ProgrammierungA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# DASTDynamic Application Security Testing
Security-Begriff DAST testet eine laufende Anwendung von außen und sucht nach ausnutzbaren Schwachstellen. Es benötigt keinen Quellcode, sieht aber nicht jede interne Ursache eines Problems.
PraxisPrüft das beobachtbare Verhalten einer Anwendung und ergänzt SAST und manuelle Tests.
Typische ISO-ZuordnungA.8.26 AnwendungssicherheitsanforderungenA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# CTICyber Threat Intelligence
Security-Begriff CTI ist das zielgerichtete Sammeln, Bewerten und Analysieren von Informationen über Bedrohungen. Aus Rohdaten entsteht entscheidungsrelevantes Wissen für Strategie, Priorisierung, Erkennung und Reaktion.
PraxisDer Nutzen entsteht erst durch Relevanz, Analyse und Einbindung in konkrete Sicherheitsprozesse.
Typische ISO-ZuordnungA.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.8.8 Management technischer Schwachstellen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# IoCIndicator of Compromise
Security-Begriff Ein IoC ist ein beobachtbares Merkmal, das auf eine mögliche Kompromittierung hinweist, etwa ein Datei-Hash, eine Domain, IP-Adresse oder Registry-Änderung. IoCs können schnell veralten und benötigen Kontext.
PraxisUnterstützt Suche und Erkennung, sollte aber mit verhaltensbasierten Informationen kombiniert werden.
Typische ISO-ZuordnungA.5.7 BedrohungsinformationenA.8.15 ProtokollierungA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# TTPTactics, Techniques and Procedures
Security-Begriff TTPs beschreiben Ziele, Vorgehensweisen und konkrete Umsetzungen von Angreifern. Sie sind langlebiger als viele technische IoCs und werden beispielsweise im MITRE-ATT&CK-Modell strukturiert.
PraxisHilft, Erkennungsregeln und Übungen am Verhalten realer Angreifer auszurichten.
Typische ISO-ZuordnungA.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.24 Planung der Vorfallbehandlung
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence# APTAdvanced Persistent Threat
Security-Begriff APT bezeichnet einen zielgerichteten, ressourcenstarken und längerfristigen Angriff. Angreifer versuchen, unbemerkt Zugriff aufzubauen, aufrechtzuerhalten und strategische Ziele wie Spionage oder Sabotage zu erreichen.
PraxisBeschreibt einen Angriffstyp beziehungsweise Akteur – nicht ein einzelnes Schadprogramm.
Typische ISO-ZuordnungA.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.26 Reaktion auf Informationssicherheitsvorfälle
ISMS, Governance & Compliance# ISMSInformation Security Management System
Security-Begriff Ein ISMS ist das Managementsystem, mit dem eine Organisation Informationssicherheit risikobasiert plant, umsetzt, überwacht und verbessert. Es verbindet Governance, Risiken, Richtlinien, Kontrollen, Nachweise und kontinuierliche Verbesserung.
PraxisISO/IEC 27001 definiert Anforderungen an das ISMS; Technik ist nur ein Teil davon.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 4–10 Anforderungen an das ManagementsystemAnhang A Referenzkontrollen
ISMS, Governance & Compliance# SoAStatement of Applicability
Security-Begriff Die Erklärung zur Anwendbarkeit dokumentiert, welche Referenzkontrollen aus ISO 27001 Anhang A für das ISMS relevant sind, ob sie umgesetzt werden und warum Kontrollen ein- oder ausgeschlossen wurden.
PraxisZentrales Bindeglied zwischen Risikobehandlung, Kontrollen und Auditnachweisen.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 6.1.3 d Erklärung zur AnwendbarkeitAnhang A Referenzkontrollen
ISMS, Governance & Compliance# CIAConfidentiality, Integrity and Availability
Security-Begriff Die CIA-Triade beschreibt die Kernziele der Informationssicherheit: Vertraulichkeit verhindert unbefugte Offenlegung, Integrität schützt Richtigkeit und Vollständigkeit, Verfügbarkeit sichert rechtzeitigen Zugriff.
PraxisEin handliches Denkmodell für Schutzbedarf, Risiken und Sicherheitsanforderungen.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 3.10 InformationssicherheitISO 27001, 6.1 Umgang mit Risiken und Chancen
ISMS, Governance & Compliance# PDCAPlan – Do – Check – Act
Security-Begriff PDCA ist ein Zyklus für kontinuierliche Verbesserung: planen, umsetzen, Wirksamkeit prüfen und auf Basis der Ergebnisse nachsteuern. Die ISO-Managementsystemstruktur bildet diesen Gedanken über ihre Kapitel hinweg ab.
PraxisVerhindert, dass Informationssicherheit als einmaliges Projekt behandelt wird.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 6–8 Planung, Unterstützung und BetriebISO 27001, 9–10 Bewertung und Verbesserung
ISMS, Governance & Compliance# KPIKey Performance Indicator
Security-Begriff Ein KPI misst Leistung oder Fortschritt eines Sicherheitsprozesses, etwa MFA-Abdeckung oder fristgerechte Schwachstellenbehebung. Gute Kennzahlen besitzen Definition, Datenquelle, Zielwert, Verantwortlichen und Messintervall.
PraxisLeistungskennzahlen sollten durch Wirksamkeits- und Risikokennzahlen ergänzt werden.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 9.1 Überwachung, Messung, Analyse und BewertungISO 27001, 6.2 Informationssicherheitsziele
ISMS, Governance & Compliance# KRIKey Risk Indicator
Security-Begriff Ein KRI zeigt eine Veränderung der Risikolage oder das Überschreiten definierter Toleranzen an. Beispiele sind überfällige kritische Schwachstellen, ungetestete Wiederherstellungspläne oder privilegierte Konten ohne MFA.
PraxisUnterstützt Frühwarnung und Eskalation, wenn Schwellenwerte nachvollziehbar definiert sind.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 6.1 Umgang mit Risiken und ChancenISO 27001, 9.1 Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung
ISMS, Governance & Compliance# RTPRisk Treatment Plan
Security-Begriff Der Risikobehandlungsplan dokumentiert, wie nicht akzeptable Informationssicherheitsrisiken behandelt werden. Er enthält Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Prioritäten, Ressourcen, Termine und den erwarteten Zielzustand.
PraxisMacht aus einer Risikobewertung ein steuerbares Umsetzungsprogramm.
Typische ISO-ZuordnungISO 27001, 6.1.3 Behandlung von InformationssicherheitsrisikenISO 27001, 8.3 Umsetzung der Risikobehandlung