SecureIQ Wissensbereich

Cybersecurity verstehen.
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Von EDR und SIEM bis RTO und CVSS: Das SecureIQ Cybersecurity-Glossar erklärt zentrale Fachbegriffe verständlich, ordnet sie in den praktischen Kontext ein und zeigt passende Bezüge zu ISO 27001 und ISO 27002.

54 Begriffe6 Kategorien✓ ISO-Kontrollbezüge
SECURITY LANGUAGEA–Z
SIEMEDRMFARTOSOCCVEXDRBIAPAM
EinordnungPraxisnah
ReferenzISO 27001/27002
01Security Operations & AngriffserkennungÜberwachen, erkennen und reagieren
02Netzwerk-, Cloud- & AnwendungssicherheitInfrastrukturen und Datenflüsse schützen
03Identitäten, Zugriffe & KryptografieBerechtigungen und Vertrauensanker steuern
04Business Continuity & Incident ManagementAusfälle bewältigen und Betrieb wiederherstellen
05Schwachstellen, Risiken & Threat IntelligenceRisiken verstehen und priorisieren
06ISMS, Governance & ComplianceInformationssicherheit systematisch steuern
Nachschlagewerk

54 Begriffe

Kurze Definition, praktische Einordnung und typische Verbindung zu ISO/IEC 27001:2022 und ISO/IEC 27002:2022.

Security Operations & Angriffserkennung#
EDR

Endpoint Detection and Response

Security-Begriff

EDR überwacht Endgeräte fortlaufend, zeichnet sicherheitsrelevante Aktivitäten auf und erkennt auffälliges Verhalten. Bei einem Vorfall können Analysten Prozesse untersuchen, Geräte isolieren oder schädliche Aktivitäten stoppen.

PraxisErgänzt klassischen Virenschutz um Telemetrie, Analyse und Reaktionsmöglichkeiten.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.1 BenutzerendgeräteA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung#
XDR

Extended Detection and Response

Security-Begriff

XDR führt Sicherheitsdaten aus Endpoints, Identitäten, E-Mail, Netzwerk und Cloud zusammen. Zusammenhängende Signale werden zu einem Vorfall korreliert, damit Angriffsketten schneller erkannt und bearbeitet werden können.

PraxisSchafft eine gemeinsame Sicht über mehrere Sicherheitsdomänen hinweg.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.15 ProtokollierungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.26 Reaktion auf Informationssicherheitsvorfälle
Security Operations & Angriffserkennung#
EPP

Endpoint Protection Platform

Security-Begriff

Eine EPP schützt Endgeräte präventiv, etwa durch Anti-Malware, Exploit-Schutz, Gerätekontrolle und lokale Firewall-Funktionen. Im Unterschied zu EDR liegt der Schwerpunkt stärker auf dem Verhindern bekannter und verdächtiger Aktivitäten.

PraxisEPP verhindert, EDR erkennt und untersucht – moderne Plattformen kombinieren häufig beides.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.1 BenutzerendgeräteA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.9 Konfigurationsmanagement
Security Operations & Angriffserkennung#
SIEM

Security Information and Event Management

Security-Begriff

Ein SIEM sammelt und normalisiert Protokolldaten aus vielen Systemen. Regeln, Korrelationen und Analysen erkennen verdächtige Ereignisse und unterstützen Alarmierung, Untersuchung, Reporting und Nachweisführung.

PraxisZentrale Datengrundlage für Security Monitoring und viele SOC-Prozesse.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.15 ProtokollierungA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.25 Bewertung von Informationssicherheitsereignissen
Security Operations & Angriffserkennung#
SOAR

Security Orchestration, Automation and Response

Security-Begriff

SOAR verbindet Sicherheitswerkzeuge und automatisiert wiederkehrende Abläufe mit Playbooks. Dazu gehören etwa das Anreichern eines Alarms, das Sperren eines Kontos, das Isolieren eines Endgeräts oder das Erstellen eines Tickets.

PraxisBeschleunigt standardisierte Reaktionen, ohne die Verantwortung der Analysten zu ersetzen.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung#
SOC

Security Operations Center

Security-Begriff

Ein SOC ist die organisatorische und technische Funktion zur kontinuierlichen Überwachung, Erkennung, Analyse und Koordination von Sicherheitsvorfällen. Es kann intern, extern oder als hybrides Modell betrieben werden.

PraxisEin SOC ist ein Betriebsmodell aus Menschen, Prozessen und Technik – nicht nur ein Tool.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.25 Bewertung von InformationssicherheitsereignissenA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung#
IDS

Intrusion Detection System

Security-Begriff

Ein IDS untersucht Netzwerkverkehr oder Host-Aktivitäten auf bekannte Angriffsmuster und Anomalien. Es meldet verdächtige Aktivitäten, greift in der Regel aber nicht selbst blockierend in die Verbindung ein.

PraxisErkennt und alarmiert; ein IPS kann zusätzlich aktiv blockieren.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.15 Protokollierung
Security Operations & Angriffserkennung#
IPS

Intrusion Prevention System

Security-Begriff

Ein IPS analysiert Datenverkehr inline und kann erkannte Angriffe automatisch blockieren, Pakete verwerfen oder Verbindungen beenden. Fehlalarme und Regelqualität müssen deshalb besonders sorgfältig gesteuert werden.

PraxisErkennt und verhindert Angriffe direkt im Datenpfad.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von NetzwerkdienstenA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Security Operations & Angriffserkennung#
UEBA

User and Entity Behavior Analytics

Security-Begriff

UEBA analysiert das Verhalten von Benutzern, Konten, Geräten und anderen Entitäten. Abweichungen von einem erlernten oder definierten Normalverhalten können auf kompromittierte Konten, Insider-Risiken oder missbräuchliche Nutzung hinweisen.

PraxisHilft, auffälliges Verhalten zu erkennen, das einzelne Signaturen nicht abdecken.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.18 ZugriffsrechteA.8.15 Protokollierung
Security Operations & Angriffserkennung#
CSIRT

Computer Security Incident Response Team

Security-Begriff

Ein CSIRT ist ein spezialisiertes Team zur koordinierten Behandlung von Cybersecurity-Vorfällen. Es übernimmt Triage, Analyse, Eindämmung, Kommunikation und die Abstimmung mit internen oder externen Stellen.

PraxisSetzt den Incident-Response-Prozess operativ um und koordiniert den Ernstfall.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.27 Lernen aus Informationssicherheitsvorfällen
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
WAF

Web Application Firewall

Security-Begriff

Eine WAF prüft HTTP- und HTTPS-Anfragen an Webanwendungen. Sie kann typische Angriffe wie SQL Injection oder Cross-Site Scripting erkennen und blockieren, ersetzt aber keine sichere Softwareentwicklung.

PraxisSchützt Webanwendungen auf Anwendungsebene und kann Zeit bis zur Fehlerbehebung überbrücken.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.20 NetzwerksicherheitA.8.26 AnwendungssicherheitsanforderungenA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
CASB

Cloud Access Security Broker

Security-Begriff

Ein CASB schafft Transparenz und setzt Sicherheitsrichtlinien bei der Nutzung von Cloud-Diensten durch. Typische Funktionen sind Shadow-IT-Erkennung, Zugriffskontrolle, Data Loss Prevention und die Bewertung riskanter Aktivitäten.

PraxisKontrollpunkt zwischen Nutzern, Geräten und Cloud-Anwendungen – inline oder per API.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.12 Verhinderung von DatenabflussA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
NGFW

Next-Generation Firewall

Security-Begriff

Eine NGFW erweitert klassische Firewall-Regeln um Anwendungs- und Benutzererkennung, Intrusion Prevention, URL-Filterung sowie häufig Malware- oder TLS-Analyse.

PraxisKontrolliert Verbindungen kontextbezogener als reine Port- und IP-Regeln.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von NetzwerkdienstenA.8.23 Webfilterung
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
NAC

Network Access Control

Security-Begriff

NAC prüft Benutzer und Geräte, bevor sie Zugang zu einem Netzwerk erhalten. Identität, Gerätezustand und Richtlinienkonformität bestimmen, ob ein Zugriff erlaubt, eingeschränkt oder blockiert wird.

PraxisVerhindert, dass unbekannte oder nicht konforme Geräte unkontrolliert ins Netzwerk gelangen.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.15 ZugriffskontrolleA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.22 Trennung von Netzwerken
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
ZTNA

Zero Trust Network Access

Security-Begriff

ZTNA gewährt Zugriff auf einzelne Anwendungen statt pauschal auf ein ganzes Netzwerk. Jede Anfrage wird anhand von Identität, Gerät, Kontext und Richtlinie bewertet; Vertrauen wird nicht allein aus dem Netzwerkstandort abgeleitet.

PraxisReduziert implizites Vertrauen und erschwert laterale Bewegungen.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.15 ZugriffskontrolleA.5.18 ZugriffsrechteA.8.20 Netzwerksicherheit
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
SASE

Secure Access Service Edge

Security-Begriff

SASE verbindet Netzwerkfunktionen und cloudbasierte Sicherheitsdienste, etwa SD-WAN, Secure Web Gateway, CASB, Firewall-as-a-Service und ZTNA, in einem gemeinsamen Architekturmodell.

PraxisZielt auf konsistente Sicherheitsrichtlinien für Standorte, Cloud und mobiles Arbeiten.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.20 NetzwerksicherheitA.8.21 Sicherheit von Netzwerkdiensten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
DLP

Data Loss Prevention

Security-Begriff

DLP bezeichnet Prozesse und Technologien, die sensible Informationen erkennen und unzulässige Übertragung, Freigabe oder Speicherung verhindern. Kontrollen können an Endpoints, in E-Mail, Netzwerk und Cloud greifen.

PraxisWirksamkeit hängt von Datenklassifizierung, Regeln und sorgfältiger Behandlung von Fehlalarmen ab.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.12 Verhinderung von DatenabflussA.5.12 Klassifizierung von InformationenA.5.14 Informationsübertragung
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
CSPM

Cloud Security Posture Management

Security-Begriff

CSPM prüft Cloud-Konfigurationen kontinuierlich auf Fehlkonfigurationen, Richtlinienverstöße und Abweichungen von Sicherheitsbaselines. Ergebnisse werden priorisiert und häufig mit automatisierten Korrekturen verknüpft.

PraxisSchafft Transparenz über die Sicherheitslage von Cloud-Ressourcen.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.9 KonfigurationsmanagementA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Netzwerk-, Cloud- & Anwendungssicherheit#
CWPP

Cloud Workload Protection Platform

Security-Begriff

CWPP schützt Cloud-Workloads wie virtuelle Maschinen, Container und Serverless-Funktionen. Die Plattform verbindet typischerweise Schwachstellenprüfung, Laufzeitschutz, Konfigurationskontrolle und Workload-Telemetrie.

PraxisFokussiert den technischen Schutz der Workloads, während CSPM stärker die Cloud-Konfiguration bewertet.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.23 Informationssicherheit bei Cloud-DienstenA.8.7 Schutz vor SchadsoftwareA.8.8 Management technischer Schwachstellen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
IAM

Identity and Access Management

Security-Begriff

IAM umfasst Prozesse und Systeme zur Verwaltung digitaler Identitäten und ihrer Berechtigungen über den gesamten Lebenszyklus – vom Eintritt über Rollenwechsel bis zum Austritt.

PraxisBeantwortet, wer auf was unter welchen Bedingungen zugreifen darf.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.15 ZugriffskontrolleA.5.16 IdentitätsmanagementA.5.18 Zugriffsrechte
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
MFA

Multi-Factor Authentication

Security-Begriff

MFA verlangt mindestens zwei unabhängige Faktoren aus den Kategorien Wissen, Besitz und biometrische Merkmale. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dadurch nicht mehr für den Zugriff.

PraxisPhishing-resistente Verfahren wie FIDO2/WebAuthn bieten stärkeren Schutz als SMS-Codes.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.17 AuthentisierungsinformationenA.5.15 Zugriffskontrolle
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
PAM

Privileged Access Management

Security-Begriff

PAM schützt besonders mächtige Konten und Zugriffe. Typische Funktionen sind Passwort-Tresor, zeitlich begrenzte Rechte, Freigabeworkflows, Sitzungsaufzeichnung und Überwachung privilegierter Aktivitäten.

PraxisBegrenzt das Risiko durch Administrator-, Root- und technische Servicekonten.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.2 Privilegierte ZugriffsrechteA.5.18 ZugriffsrechteA.8.18 Nutzung privilegierter Hilfsprogramme
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
SSO

Single Sign-On

Security-Begriff

SSO ermöglicht nach einer zentralen Anmeldung den Zugriff auf mehrere Anwendungen. Es verbessert Bedienbarkeit und zentrale Kontrolle, erhöht aber zugleich die Bedeutung eines gut geschützten Identity Providers.

PraxisMit MFA, Conditional Access und sauberem Session-Management kombinieren.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.16 IdentitätsmanagementA.5.17 Authentisierungsinformationen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
RBAC

Role-Based Access Control

Security-Begriff

Bei RBAC werden Berechtigungen Rollen statt einzelnen Personen zugeordnet. Benutzer erhalten Rollen entsprechend ihrer Aufgaben, wodurch Rechte konsistenter vergeben und überprüft werden können.

PraxisUnterstützt Least Privilege und reduziert schwer kontrollierbare Einzelberechtigungen.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.15 ZugriffskontrolleA.5.18 ZugriffsrechteA.8.3 Beschränkung des Informationszugriffs
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
PKI

Public Key Infrastructure

Security-Begriff

Eine PKI stellt digitale Zertifikate und Schlüssel für sichere Identitäten, Verschlüsselung und Signaturen bereit. Sie umfasst unter anderem Zertifizierungsstellen, Registrierungsprozesse, Sperrung und Lebenszyklusmanagement.

PraxisVertrauensbasis für TLS, Gerätezertifikate, Signaturen und starke Authentisierung.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.24 Verwendung von KryptografieA.5.17 AuthentisierungsinformationenA.8.5 Sichere Authentisierung
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
HSM

Hardware Security Module

Security-Begriff

Ein HSM erzeugt, speichert und verwendet kryptografische Schlüssel in besonders geschützter Hardware. Kritische Schlüssel müssen das Modul für kryptografische Operationen nicht im Klartext verlassen.

PraxisSchützt hochwertige Schlüssel, etwa für PKI, Signaturen, Zahlungen oder Datenverschlüsselung.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.24 Verwendung von KryptografieA.8.9 Konfigurationsmanagement
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
OAuth 2.0

Open Authorization

Security-Begriff

OAuth 2.0 ist ein Framework für delegierte Autorisierung. Eine Anwendung kann begrenzten Zugriff auf Ressourcen erhalten, ohne dass der Benutzer sein Passwort an diese Anwendung weitergeben muss.

PraxisOAuth regelt Autorisierung; für Anmeldung wird häufig OpenID Connect ergänzt.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.15 ZugriffskontrolleA.8.5 Sichere AuthentisierungA.8.26 Anwendungssicherheitsanforderungen
Identitäten, Zugriffe & Kryptografie#
OIDC

OpenID Connect

Security-Begriff

OIDC ergänzt OAuth 2.0 um eine standardisierte Identitätsschicht. Anwendungen können Benutzer authentisieren und definierte Identitätsinformationen vom Identity Provider erhalten.

PraxisWeit verbreitetes Verfahren für moderne Web-, Mobile- und Cloud-Anmeldungen.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.5 Sichere AuthentisierungA.5.16 IdentitätsmanagementA.8.26 Anwendungssicherheitsanforderungen
Business Continuity & Incident Management#
BIA

Business Impact Analysis

Security-Begriff

Die BIA untersucht, welche Folgen der Ausfall von Geschäftsprozessen, Informationen und IT-Services hat. Sie identifiziert Kritikalitäten, Abhängigkeiten und zeitliche Wiederherstellungsanforderungen.

PraxisGrundlage für Prioritäten, RTO, RPO und angemessene Notfallvorsorge.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management#
BCP

Business Continuity Plan

Security-Begriff

Ein BCP beschreibt, wie kritische Geschäftsaktivitäten bei einer schwerwiegenden Störung aufrechterhalten oder in akzeptabler Zeit fortgeführt werden. Er umfasst Rollen, Ausweichverfahren, Kommunikation und Abhängigkeiten.

PraxisGeschäftsorientierter Gesamtplan; ein DRP fokussiert stärker die technische Wiederherstellung.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management#
DRP

Disaster Recovery Plan

Security-Begriff

Ein DRP legt Verfahren zur Wiederherstellung von IT-Systemen, Daten und Infrastruktur nach einem schweren Ausfall fest. Er beschreibt Reihenfolge, Verantwortliche, Abhängigkeiten, Backups, Failover und Rückkehr zum Normalbetrieb.

PraxisTechnischer Wiederanlaufplan, der regelmäßig getestet und aktualisiert werden muss.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.13 Sicherung von InformationenA.8.14 Redundanz von Informationsverarbeitungseinrichtungen
Business Continuity & Incident Management#
MTD

Maximum Tolerable Downtime

Security-Begriff

Die MTD ist die längste Gesamtdauer, die ein Prozess oder Service ausfallen kann, bevor die Folgen für die Organisation nicht mehr akzeptabel sind. Das RTO sollte deshalb innerhalb der MTD liegen.

PraxisWird aus den geschäftlichen Auswirkungen abgeleitet – nicht allein von der IT festgelegt.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.29 Informationssicherheit bei StörungenA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Business Continuity & Incident Management#
IRP

Incident Response Plan

Security-Begriff

Ein IRP beschreibt Rollen, Eskalationswege, Entscheidungsbefugnisse und Abläufe für Sicherheitsvorfälle. Er deckt Vorbereitung, Erkennung, Analyse, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung und Nachbereitung ab.

PraxisMacht aus spontaner Reaktion einen vorbereiteten, wiederholbaren Prozess.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.24 Planung der VorfallbehandlungA.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.27 Lernen aus Informationssicherheitsvorfällen
Business Continuity & Incident Management#
RPO

Recovery Point Objective

Security-Begriff

Das RPO beschreibt den maximal tolerierbaren Datenverlust in Zeit. Ein RPO von vier Stunden bedeutet, dass im Ernstfall höchstens die Änderungen der letzten vier Stunden verloren gehen dürfen.

PraxisBestimmt unter anderem Backup- und Replikationsintervalle.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.13 Sicherung von Informationen
Business Continuity & Incident Management#
RTO

Recovery Time Objective

Security-Begriff

Das RTO ist die angestrebte Zeit, innerhalb der ein ausgefallener Prozess oder Service nach einer Störung wiederhergestellt sein soll. Es wird aus der BIA abgeleitet und beeinflusst Architektur, Personal und Kosten.

PraxisEin Zielwert für den Wiederanlauf – nicht automatisch die maximal tolerierbare Ausfallzeit.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.30 IKT-Bereitschaft für Business ContinuityA.8.14 Redundanz von Informationsverarbeitungseinrichtungen
Business Continuity & Incident Management#
MTTD

Mean Time to Detect

Security-Begriff

MTTD misst die durchschnittliche Zeit zwischen dem Beginn eines sicherheitsrelevanten Ereignisses und seiner Erkennung. Die Kennzahl hilft, die Wirksamkeit von Monitoring und Detection Use Cases zu bewerten.

PraxisNur mit konsistenter Messmethode und Kontext sinnvoll interpretierbar.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.25 Bewertung von Informationssicherheitsereignissen
Business Continuity & Incident Management#
MTTR

Mean Time to Respond / Recover

Security-Begriff

MTTR misst je nach Definition die durchschnittliche Zeit bis zur Reaktion, Behebung oder Wiederherstellung. Organisationen müssen deshalb eindeutig festlegen, welches Start- und Endereignis sie messen.

PraxisZeigt Geschwindigkeit, sagt allein aber wenig über Qualität und Nachhaltigkeit der Lösung aus.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.26 Reaktion auf InformationssicherheitsvorfälleA.5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
CVE

Common Vulnerabilities and Exposures

Security-Begriff

CVE ist ein standardisiertes Verzeichnis öffentlich bekannter Schwachstellen. Eine CVE-ID identifiziert einen konkreten Eintrag eindeutig und erleichtert den Austausch zwischen Herstellern, Scannern, Behörden und Anwendern.

PraxisEine CVE-ID beschreibt die Identität einer Schwachstelle, nicht automatisch deren individuelles Risiko.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
CVSS

Common Vulnerability Scoring System

Security-Begriff

CVSS beschreibt technische Merkmale und Schwere einer Schwachstelle mit einem standardisierten Vektor und einem Wert von 0 bis 10. Aktuelle Bedrohungslage und eigene Umgebung können in die Bewertung einbezogen werden.

PraxisCVSS misst Schwere, nicht allein das Geschäftsrisiko; Asset-Kritikalität und Ausnutzbarkeit ergänzen.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
KEV

Known Exploited Vulnerabilities

Security-Begriff

KEV bezeichnet Schwachstellen, für die eine tatsächliche Ausnutzung bekannt ist. Der von CISA gepflegte KEV-Katalog ist eine wichtige Quelle, um aktiv ausgenutzte Schwachstellen höher zu priorisieren.

PraxisHilft, über reine CVSS-Sortierung hinaus auf reale Angriffsaktivität zu reagieren.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.8 Management technischer SchwachstellenA.5.7 Bedrohungsinformationen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
SBOM

Software Bill of Materials

Security-Begriff

Eine SBOM ist eine strukturierte Liste der Softwarekomponenten und Abhängigkeiten eines Produkts. Sie erleichtert die Prüfung, ob ein Produkt von einer neu bekannt gewordenen Schwachstelle betroffen ist.

PraxisTransparenzinstrument für Software-Lieferketten und Vulnerability Management.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.21 Informationssicherheit in der IKT-LieferketteA.8.8 Management technischer SchwachstellenA.8.25 Sicherer Entwicklungslebenszyklus
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
SAST

Static Application Security Testing

Security-Begriff

SAST untersucht Quellcode, Bytecode oder Binärdateien ohne Ausführung der Anwendung. Sicherheitsprobleme können dadurch früh im Entwicklungsprozess erkannt werden.

PraxisFindet bestimmte Codefehler früh, benötigt aber Tuning und ergänzt keine Laufzeittests.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.25 Sicherer EntwicklungslebenszyklusA.8.28 Sichere ProgrammierungA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
DAST

Dynamic Application Security Testing

Security-Begriff

DAST testet eine laufende Anwendung von außen und sucht nach ausnutzbaren Schwachstellen. Es benötigt keinen Quellcode, sieht aber nicht jede interne Ursache eines Problems.

PraxisPrüft das beobachtbare Verhalten einer Anwendung und ergänzt SAST und manuelle Tests.
Typische ISO-Zuordnung
A.8.26 AnwendungssicherheitsanforderungenA.8.29 Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
CTI

Cyber Threat Intelligence

Security-Begriff

CTI ist das zielgerichtete Sammeln, Bewerten und Analysieren von Informationen über Bedrohungen. Aus Rohdaten entsteht entscheidungsrelevantes Wissen für Strategie, Priorisierung, Erkennung und Reaktion.

PraxisDer Nutzen entsteht erst durch Relevanz, Analyse und Einbindung in konkrete Sicherheitsprozesse.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.8.8 Management technischer Schwachstellen
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
IoC

Indicator of Compromise

Security-Begriff

Ein IoC ist ein beobachtbares Merkmal, das auf eine mögliche Kompromittierung hinweist, etwa ein Datei-Hash, eine Domain, IP-Adresse oder Registry-Änderung. IoCs können schnell veralten und benötigen Kontext.

PraxisUnterstützt Suche und Erkennung, sollte aber mit verhaltensbasierten Informationen kombiniert werden.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.7 BedrohungsinformationenA.8.15 ProtokollierungA.8.16 Überwachungsaktivitäten
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
TTP

Tactics, Techniques and Procedures

Security-Begriff

TTPs beschreiben Ziele, Vorgehensweisen und konkrete Umsetzungen von Angreifern. Sie sind langlebiger als viele technische IoCs und werden beispielsweise im MITRE-ATT&CK-Modell strukturiert.

PraxisHilft, Erkennungsregeln und Übungen am Verhalten realer Angreifer auszurichten.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.24 Planung der Vorfallbehandlung
Schwachstellen, Risiken & Threat Intelligence#
APT

Advanced Persistent Threat

Security-Begriff

APT bezeichnet einen zielgerichteten, ressourcenstarken und längerfristigen Angriff. Angreifer versuchen, unbemerkt Zugriff aufzubauen, aufrechtzuerhalten und strategische Ziele wie Spionage oder Sabotage zu erreichen.

PraxisBeschreibt einen Angriffstyp beziehungsweise Akteur – nicht ein einzelnes Schadprogramm.
Typische ISO-Zuordnung
A.5.7 BedrohungsinformationenA.8.16 ÜberwachungsaktivitätenA.5.26 Reaktion auf Informationssicherheitsvorfälle
ISMS, Governance & Compliance#
ISMS

Information Security Management System

Security-Begriff

Ein ISMS ist das Managementsystem, mit dem eine Organisation Informationssicherheit risikobasiert plant, umsetzt, überwacht und verbessert. Es verbindet Governance, Risiken, Richtlinien, Kontrollen, Nachweise und kontinuierliche Verbesserung.

PraxisISO/IEC 27001 definiert Anforderungen an das ISMS; Technik ist nur ein Teil davon.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 4–10 Anforderungen an das ManagementsystemAnhang A Referenzkontrollen
ISMS, Governance & Compliance#
SoA

Statement of Applicability

Security-Begriff

Die Erklärung zur Anwendbarkeit dokumentiert, welche Referenzkontrollen aus ISO 27001 Anhang A für das ISMS relevant sind, ob sie umgesetzt werden und warum Kontrollen ein- oder ausgeschlossen wurden.

PraxisZentrales Bindeglied zwischen Risikobehandlung, Kontrollen und Auditnachweisen.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 6.1.3 d Erklärung zur AnwendbarkeitAnhang A Referenzkontrollen
ISMS, Governance & Compliance#
CIA

Confidentiality, Integrity and Availability

Security-Begriff

Die CIA-Triade beschreibt die Kernziele der Informationssicherheit: Vertraulichkeit verhindert unbefugte Offenlegung, Integrität schützt Richtigkeit und Vollständigkeit, Verfügbarkeit sichert rechtzeitigen Zugriff.

PraxisEin handliches Denkmodell für Schutzbedarf, Risiken und Sicherheitsanforderungen.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 3.10 InformationssicherheitISO 27001, 6.1 Umgang mit Risiken und Chancen
ISMS, Governance & Compliance#
PDCA

Plan – Do – Check – Act

Security-Begriff

PDCA ist ein Zyklus für kontinuierliche Verbesserung: planen, umsetzen, Wirksamkeit prüfen und auf Basis der Ergebnisse nachsteuern. Die ISO-Managementsystemstruktur bildet diesen Gedanken über ihre Kapitel hinweg ab.

PraxisVerhindert, dass Informationssicherheit als einmaliges Projekt behandelt wird.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 6–8 Planung, Unterstützung und BetriebISO 27001, 9–10 Bewertung und Verbesserung
ISMS, Governance & Compliance#
KPI

Key Performance Indicator

Security-Begriff

Ein KPI misst Leistung oder Fortschritt eines Sicherheitsprozesses, etwa MFA-Abdeckung oder fristgerechte Schwachstellenbehebung. Gute Kennzahlen besitzen Definition, Datenquelle, Zielwert, Verantwortlichen und Messintervall.

PraxisLeistungskennzahlen sollten durch Wirksamkeits- und Risikokennzahlen ergänzt werden.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 9.1 Überwachung, Messung, Analyse und BewertungISO 27001, 6.2 Informationssicherheitsziele
ISMS, Governance & Compliance#
KRI

Key Risk Indicator

Security-Begriff

Ein KRI zeigt eine Veränderung der Risikolage oder das Überschreiten definierter Toleranzen an. Beispiele sind überfällige kritische Schwachstellen, ungetestete Wiederherstellungspläne oder privilegierte Konten ohne MFA.

PraxisUnterstützt Frühwarnung und Eskalation, wenn Schwellenwerte nachvollziehbar definiert sind.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 6.1 Umgang mit Risiken und ChancenISO 27001, 9.1 Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung
ISMS, Governance & Compliance#
RTP

Risk Treatment Plan

Security-Begriff

Der Risikobehandlungsplan dokumentiert, wie nicht akzeptable Informationssicherheitsrisiken behandelt werden. Er enthält Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Prioritäten, Ressourcen, Termine und den erwarteten Zielzustand.

PraxisMacht aus einer Risikobewertung ein steuerbares Umsetzungsprogramm.
Typische ISO-Zuordnung
ISO 27001, 6.1.3 Behandlung von InformationssicherheitsrisikenISO 27001, 8.3 Umsetzung der Risikobehandlung
ISO 27001 richtig einordnen

Eine Kontrollzuordnung ist kein Produktkatalog.

ISO/IEC 27001 schreibt in der Regel keine bestimmten Produktkategorien wie SIEM, EDR oder PAM vor. Entscheidend ist, dass die gewählten Maßnahmen die identifizierten Risiken angemessen behandeln und nachweisbar wirksam sind. Die Zuordnungen im Glossar zeigen deshalb typische fachliche Beziehungen zu den Referenzkontrollen in Anhang A und den Umsetzungshinweisen der ISO/IEC 27002.

01
Risiko verstehen

Schutzbedarf, Bedrohung und Auswirkung im eigenen Kontext bewerten.

02
Kontrolle auswählen

Geeignete organisatorische und technische Maßnahmen festlegen.

03
Wirksamkeit nachweisen

Ziele, Verantwortlichkeiten, Betrieb und Messung dokumentieren.

Recherche & Vertiefung

Ausgewählte Quellen

Die Definitionen wurden redaktionell zusammengefasst und anhand anerkannter Normen, Standards und Referenzwerke geprüft.

Hinweis: Das Glossar dient der fachlichen Orientierung und ersetzt weder die Originalnormen noch eine organisationsspezifische Risikoanalyse oder Zertifizierungsberatung. ISO-Normen sind urheberrechtlich geschützt; maßgeblich ist die jeweils lizenzierte Originalfassung.

Von Begriffen zur Umsetzung

Welche Security-Maßnahmen braucht Ihre Organisation wirklich?

Wir übersetzen technische Möglichkeiten und ISO-Anforderungen in eine risikobasierte, umsetzbare Roadmap.

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